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Balm Tattoo Sunblock
Balm Tattoo Sunblock 75

Balm Tattoo Sunblock

Das spanische Unternehmen Delab Care vertreibt seine komplette Tattoo-Pflegeserie unter dem Label Balm Tattoo mittlerweile auch in Deutschland und Österreich – und fällt dabei direkt durch sein markantes Vintage-Design auf. Die Verpackungen mit dem Pin-Up-Girl sehen nicht nur im Regal schick aus, sondern stecken auch voller sinnvoller Pflege für tätowierte Haut.

Balm Tattoo Sunblock – Review

Das spanische Unternehmen Delab Care vertreibt seine komplette Tattoo-Pflegeserie unter dem Label Balm Tattoo mittlerweile auch in Deutschland und Österreich – und fällt dabei direkt durch sein markantes Vintage-Design auf. Die Verpackungen mit dem Pin-Up-Girl sehen nicht nur im Regal schick aus, sondern stecken auch voller sinnvoller Pflege für tätowierte Haut.

Der Sunblock ist dabei eine konsequente Erweiterung des Sortiments: Wer das Balm Tattoo Original kennt und schätzt, bekommt hier dieselbe Pflegebasis – ergänzt um einen sehr hohen Sonnenschutz. Das klingt nach einer naheliegenden Idee, aber in der Praxis gibt es erstaunlich wenige Produkte, die beides wirklich überzeugend kombinieren.


Wofür ist der Balm Tattoo Sunblock gedacht?

Das Produkt richtet sich speziell an Menschen mit frischem Tattoo, die sich trotz Heilungsphase nicht komplett aus der Sonne fernhalten können oder wollen. Das ist ein realistisches Szenario: Ein Termin im Frühling oder Sommer, und dann kommt das erste sonnige Wochenende – oder der Arbeitsweg unter freiem Himmel.

Für verheilte Tattoos ist der Sunblock natürlich ebenso geeignet. Langfristiger UV-Schutz ist einer der wichtigsten Faktoren dafür, dass Farben und Konturen dauerhaft scharf bleiben. Wer sein Tattoo regelmäßig der Sonne aussetzt, ohne es zu schützen, wird das nach wenigen Jahren am Ergebnis merken.


LSF 75 vs. LSF 50+: Was steckt hinter der Kennzeichnung?

Ein Punkt im Review verdient eine genauere Erklärung: Der Hersteller wirbt mit einem tatsächlichen Schutzfaktor von 75 – auf der Verpackung steht aber, wie bei fast allen europäischen Produkten dieser Kategorie, nur „LSF 50+“.

Das liegt an einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006, die empfiehlt, Sonnenschutzmittel in vier Kategorien einzuteilen: niedrig (6–14), mittel (15–29), hoch (30–50) und sehr hoch (50+). Alles über LSF 50 wird schlicht unter „50+“ zusammengefasst – unabhängig davon, ob der tatsächliche Faktor 55, 75 oder 100 beträgt. Die Angabe auf der Verpackung sagt also wenig darüber aus, wie weit der Schutz über die Mindestanforderung hinausgeht.

Für den Balm Tattoo Sunblock bedeutet das: Der zertifizierte Schutzfaktor liegt laut Hersteller tatsächlich bei 75 – und das ist im Vergleich zu vielen anderen „50+“-Produkten ein relevanter Unterschied, den man beim Kauf im Hinterkopf behalten sollte.

Update: Mittlerweile hat Delab Care den Lichtschutzfaktor der klassischen Balm Tattoo Sunblock auf LSF 66 angepasst. Sie bleibt damit weiterhin eine der stärksten Sonnencremes für frisch gestochene Tattoos auf dem Markt – allerdings mit leicht reduziertem Schutz im Vergleich zur früheren 75er-Version.


Die UV-Filter im Detail

Der Sunblock enthält gleich mehrere UV-Filter – eine Kombination, die sowohl chemische als auch physikalische Filtersubstanzen umfasst.

Octocrylene und Homosalate sind chemische UV-Filter, die UVB-Strahlung absorbieren und in Wärme umwandeln. Sie sind in vielen konventionellen Sonnencremes enthalten und gut verträglich.

Butyl Methoxydibenzoylmethane (auch bekannt als Avobenzon) ist einer der wenigen chemischen Filter, der auch UVA-Strahlung abdeckt – und damit besonders relevant für den Schutz von Tattoofarben, denn UVA dringt tiefer in die Haut ein und greift die Farbpigmente in der Dermis direkt an.

4-Methylbenzylidene Camphor, Ethylhexyl Methoxycrylene und Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine ergänzen das Filterspektrum im UVA- und UVB-Bereich und stabilisieren die anderen Filter – besonders Avobenzon neigt ohne Stabilisatoren dazu, unter UV-Einwirkung abzubauen.

Titanium Dioxide (nano) ist ein physikalischer Filter, der UV-Strahlung reflektiert statt absorbiert. In Nanoform zieht er besser in die Haut ein und hinterlässt keinen weißen Film – ein expliziter Vorteil dieses Produkts gegenüber vielen anderen Sonnencremes mit mineralischen Filtern.

Polysilicone-15 ist ebenfalls ein UV-Filter und trägt gleichzeitig zur angenehmen Textur bei.

Das Ergebnis ist ein breites Schutzspektrum, das sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung abdeckt – und damit gut für den Einsatz auf tätowierter Haut geeignet ist, wo beide Strahlungsarten das Ergebnis langfristig beeinflussen können.


Dexpanthenol: Pflege und Schutz in einem

Mit 5 % Dexpanthenol enthält der Sunblock dieselbe Wirkstoffkonzentration wie das Balm Tattoo Original. Das ist kein Zufall – der Hersteller positioniert das Produkt ausdrücklich als Kombination aus Heilpflege und Sonnenschutz, nicht als reine Sonnencreme mit Tattoo-Branding.

Dexpanthenol unterstützt in der Heilungsphase die Zellregeneration, bindet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Haut. Zusammen mit dem Sepitonic M3-Komplex (Magnesium-Aspartat, Zink-Gluconat, Kupfer-Gluconat) – der auch im Original enthalten ist – bietet der Sunblock damit denselben antimikrobiellen Basisschutz, der das Balm Tattoo Original auszeichnet.


Anwendung

Die Textur ist angenehm geschmeidig und lässt sich gut auftragen. Eine kleine Menge reicht bereits aus, um ein mittelgroßes Tattoo – zum Beispiel am Unterarm – ausreichend zu schützen. Die Creme zieht schnell ein und klebt nicht. Kein weißer Film, kein Fettgefühl – für eine Sonnencreme mit so hohem Schutzfaktor ist das eine echte Stärke.

Im Alltag kommt die Sunblock-Variante vor allem dann zum Einsatz, wenn längere Zeit draußen geplant ist – am Wochenende, beim Sport im Freien oder auf dem Weg zur Arbeit in der Sonne. Für den Innenalltag reicht das Balm Tattoo Original weiterhin aus.


Das Parfum-Thema: Genuss und Vorsicht

Ein kleiner Wermutstropfen ist das enthaltene Parfum – in der INCI-Liste finden sich außerdem Coumarin, Citronellol und Limonene als deklarierungspflichtige Duftstoffe. Der Duft selbst – eine Mischung aus Kokos, Mango und Zitrus – ist angenehm sommerlich und passt zum Einsatzszenario.

Aber: Gerade bei frisch gestochener Haut sollte man mit Duftstoffen vorsichtig sein. Die Haut ist in der Heilungsphase empfindlicher als üblich, und Duftstoffe – besonders Limonene und Citronellol – zählen zu den häufigeren Kontaktallergenen in der Kosmetik. Bei bekannter Empfindlichkeit sollte man das Produkt vorab an einer kleinen, unverletzten Stelle testen, bevor es auf das frische Tattoo kommt.

In unserem Test gab es keine negativen Reaktionen – aber der Hinweis gehört zu einer ehrlichen Bewertung dazu.


Wann Original, wann Sunblock?

Eine praktische Frage für alle, die beide Produkte kennen: Wann greift man zu welchem?

Das Balm Tattoo Original ist die erste Wahl für die Erstversorgung, den Alltag in Innenräumen und die Nachtpflege. Ohne UV-Filter, ohne Parfum – schlichter und hautfreundlicher.

Der Balm Tattoo Sunblock kommt ins Spiel, sobald UV-Exposition geplant ist. Er ersetzt in diesen Situationen das Original vollständig – man braucht nicht beides übereinander aufzutragen. Im Sommer, auf Reisen oder bei Outdoor-Aktivitäten ist er die sinnvollere Wahl.


Die vegane Alternative

Wer Wert auf eine vegane Variante legt, kann inzwischen zur Balm Tattoo Sunblock Vegan greifen. Diese bietet sogar LSF 70+ und ist komplett frei von tierischen Inhaltsstoffen – also auch ohne Lanolin und Cera Alba formuliert. Für Veganer eine klare Empfehlung; aber auch alle anderen, die mineralöl- und lanolinfreie Produkte bevorzugen, sind dort besser aufgehoben.


Fazit

Für Tätowierte, die auch in der Heilungsphase nicht auf Sonnenschutz verzichten wollen oder können, ist der Balm Tattoo Sunblock eine sehr gute Wahl. Er kombiniert medizinisch wirksame Pflege – Dexpanthenol, Sepitonic M3 – mit einem breiten, gut zusammengestellten UV-Filterspektrum. Kein weißer Film, angenehme Textur, sommerlicher Duft.

Die Einschränkungen sind überschaubar: Das Parfum schließt das Produkt für Menschen mit starker Duftstoffempfindlichkeit teilweise aus – und wer vollständig auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchte, greift zur veganen Variante. Für alle anderen ist der Sunblock eine der wenigen Sonnencremes auf dem Markt, die Tattoo-Pflege und hohen UV-Schutz wirklich sinnvoll vereinen.


Inhaltsstoffe:
Lanolin, C12-15 Alkyl Benzoate, Octocrylene, Octyldodecanol, Homosalate, Cera Alba, Panthenol, Butyl Methoxydibenzoylmethane, 4-Methylbenzylidene Camphor, Ethylhexyl Methoxycrylene, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, Polysilicone-15, Disteardimonium Hectorite, Tocopheryl Acetate, Titanium Dioxide (nano), Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystearate, Silica, Dimethicone, Propylene Carbonate, Parfum, Aqua, Magnesium Aspartate, Zinc Gluconate, Copper Gluconate, Phenoxyethanol, Coumarin, Citronellol, Limonene
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